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„Kirche Penkun“, Anne Glasenapp, Sommersdorf
„Kirche Penkun“, Anne Glasenapp, Sommersdorf

„Lasset Eure Lichter brennen …“

Lukas 12, Vers 35

 

„Da brannte nachts noch Licht am Pfarrhaus“, bemerkte kürzlich jemand kritisch. Man mag nicht glauben, dass im Zeitalter von Energiesparlampen und LED-Leuchten die Frage, ob wir uns das leisten können, noch ein Thema ist. Meine Antwort auf diese Bemerkung: „Solange der Strom noch so billig ist, sollten wir etwas tun für mehr Licht in unserer Stadt.“ Prompt kam natürlich die Gegenfrage: „Der Strom, - billig?“ Darauf meine Antwort: „Meinen Sie, dass der Strompreis in Zukunft günstiger wird?“ „Nein, bestimmt nicht! Aber das Licht muss doch nicht die halbe Nacht brennen!“ Auf meine Rückfrage: „Wofür möchten Sie denn sparen?“, fiel meinem Gegenüber in diesem Moment leider kein geeignetes Projekt ein, wofür wir das gesparte Stromgeld verwenden könnten. Das uns überlieferte Sparsamkeitsdenken ist gut, aber nicht in allen Fällen hilfreich.

 

„Lasset Eure Lichter brennen …“

Während unserer Konfirmandenfahrt im November nach Wittenberg mit Übernachtung in der Jugendherberge an der Schlosskirche äußerte eine Jugendliche: „Ey Alter, ist das hier krass hell“. Im Gegensatz zu vielen Penkuner Privathäusern, Schaufenstern und Straßenbeleuchtungen fiel auf, wie wirkungsvoll mit moderner Lichttechnik Gebäude und Architekturelemente in Szene gesetzt werden können.

 

Licht wirkt nicht nur erhellend, sondern auch anziehend und belebend. Deshalb meine Bitte an alle Penkuner: Wenn schon die Finanzausstattung unserer Kommune düster aussieht, so spart wenigstens nicht an weihnachtlicher Beleuchtung in unserer Stadt und in den Dörfern am Abend und in der Nacht. Und bei der Festbeleuchtung gilt:

 

Weihnachten endet nicht zu Silvester, sondern zu Epiphanias, am 6. Januar, dem Fest der Heiligen Drei Könige. So lange sollten alle Weihnachtsbäume und Dekorationen wenigstens durchhalten.

Wer darüber hinaus noch bis Lichtmess, am 2. Februar, die Weihnachtsbäume stehen lässt, der macht nichts falsch und braucht sich vor Niemandem zu rechtfertigen.

 

„Lasst Eure Lichter leuchten …!“ Dieses Wort richtet Jesus an seine Jünger und Nachfolger in der adventlichen Erwartung des kommenden Reiches Gottes. Licht signalisiert Bereitschaft und Betriebsamkeit. Wenn ich am Abend Gäste erwarte, schalte ich die Hausbeleuchtung ein. Das hat Signalwirkung: hier bist Du richtig und willkommen. Doch vergessen wir nicht: auch Dunkelheit hat Signalwirkung: hier ist nichts los, da ist alles erloschen, der Letzte macht das Licht aus! Das aber wäre das falsche Signal für unsere Dörfer und Städte mit den Menschen, die hier leben wollen.

 

 

Eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit sowie ein glückliches neues Jahr wünscht Ihnen

 

Ihr Pastor