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Altar im südlichen Seitenschiff der Basilika zu Bahn/Banie, Witold Dusinski, Möhringen/Mierzyn
Altar im südlichen Seitenschiff der Basilika zu Bahn/Banie, Witold Dusinski, Möhringen/Mierzyn

 

„Daran haben wir erkannt die Liebe, daß er sein Leben für uns gelassen hat“

 

Es ist Karfreitag. Jesus stirbt am Kreuz den Opfertod für Dich und mich, für alle Welt, um den Weg für uns frei zu machen, zu Gott, und um ein Zeichen zu setzen, dass der Tod nicht die letzte Lebensperspektive ist, sondern ein neues Leben in Ewigkeit.

 

Nach christlichem Glauben liegt im Tod Jesu ewiges Heil. Überall, wo Menschen auf der Grundlage der Liebe sich hingeben und aufopfern wird ein Stück vom Reich Gottes sichtbar in unserer Welt, kommt ein Wert zum Tragen, der jenseits von materiellem Gut und vergänglichem Leben einen bleibenden Bestand und Sinn behält.

 

Das gilt auch im zwischenmenschlichen Alltagsgeschehen. Jesus sagt: „Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan“ (Mt. 25, 40).

Es war bei der diesjährigen Abschlussveranstaltung des Karnevals am Rosenmontag in Penkun für alle Beteiligten und Zuschauer eine bewegende Szene, als am Schluss das diesjährige Prinzenpaar vortrat und der Prinz seiner Prinzessin einen Heiratsantrag machte. Tränen der Freude flossen nicht nur bei der Braut.

 

Sich einem anderen Menschen zu verschreiben, ohne Wenn und Aber sein Leben hinzugeben, in Freud und Leid beieinander zu bleiben, das macht die Liebe aus. Es hat mit Opfer und Hingabe, von Lebenszeit und Lebenskraft zu tun. Weil unsere Lebenszeit und Lebenskraft begrenzt sind, gehören sie zu den kostbarsten Gütern, die wir einander schenken können. Wenn dieses aus Liebe und freiwillig geschieht, dann ist es unbezahlbar. In diesem Sinne ist auch der Opfertod Jesu zu verstehen.

 

Es gibt aber auch eine unfreiwillige, erzwungene Lebenshingabe, wo Menschen zu Opfern werden. Im Krieg oder bei kriminellen Handlungen und terroristischen Attentaten ist dieses der Fall. Der auf der Titelseite abgebildete Altar aus der Stadtkirche in Bahn/Banie soll auch an diese Kehrseite des Opfertodes gedenken. Von dieser Kirche aus wurde am 30. Dezember 2016 der polnische LKW-Fahrer Lukasz Urban, der bei dem islamistischen Attentat auf dem Berliner Weihnachtsmarkt ums Leben kam, zu Grabe getragen. An sein Leiden und Sterben, wie an das der vielen Opfer überall in der Welt, wollen wir in diesen Tagen der Passions- und Osterzeit gedenken.

 

Der Kreuzestod Jesu Christi umspannt unser aller Leben und Sterben durch die Liebe, die alles verbindet. Am Ende überdauert nur die Liebe, die stärker ist als die Vernichtung und der Tod.

 

 

Ein gesegnetes Osterfest wünscht Ihnen

 

Ihr Pastor